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Studien zu EAP

Die Effekte, die durch die Mitarbeiterberatung entstehen, lassen sich wertmäßig nur schwer ausdrücken. Allerdings gibt es entsprechende Studien. Wissenschaftler haben nachweisen können, dass sich eine psychologische Beratung, auch eine Kurzzeitberatung, wirksam auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter* und die Kostenersparnis im Unternehmen auswirken kann.

Ebenso ging die Minderleistung durch Sucht, Krisen, psychische Probleme und auch die Fluktuation stark zurück, da die Probleme schneller und gezielter gelöst werden konnten. Diese Ergebnisse unterstützen auch die Studien, die gezeigt haben, dass über 2/3 der Menschen mit Problemen einen Beratungsdienst nutzen, wenn er ihnen zur Verfügung steht.

Die externe Mitarbeiterberatung ist in angelsächsischen Unternehmen als Employee Assistance Program (EAP) bekannt und schon weit verbreitet. 85% der 500 umsatzstärksten US-Firmen bieten EAP an. Der Einsatz reduziert laut Erfahrung dieser Unternehmen, die Krankheitskosten um 33% vor allem durch ausbleibende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Eine Studie der „Confederation of British Industry“ hat gezeigt, dass Unternehmen mit einem EAP durchschnittlich 2,6 weniger Krankheitstage pro Mitarbeiter pro Jahr verzeichnen als Unternehmen ohne EAP.

Studie I
Health and Productivity Management von Shepell FGI (EAP Anbieter in Kanada, USA und Global). Veröffentlichung 2008

4 Jahres-Studie in 22 Unternehmen mit fast 100.000 Arbeitnehmern.

Ergebnisse:
  • Fehltage bei psychischen Erkrankungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen und Krebserkrankungen wurden durch EAP-Nutzung um 13-19 Tage reduziert
  • Arbeitnehmer, die EAP genutzt haben, kehrten doppelt so häufig in das Arbeitsleben zurück als jene, die EAP nicht genutzt haben
  • 2% der EAP-Nutzer gehen von Kurzzeiterkrankung zu Langzeiterkrankungen über, bei Arbeitnehmern, die EAP nicht nutzen, sind es 9 %
  • Unternehmen in denen EAP von mehr als 10% der Arbeitnehmerschaft genutzt wird, haben 23%-47% weniger Erkrankungen als jene, die EAP nicht nutzen
  • Nach In-Anspruchnahme des EAP-Services wurde im Abstand von 2 und 4 Monaten eine gesteigert Produktivität gemessen

Studie II
FGI Client Survey FGI Toronto (USA). Kanadische Studie. Veröffentlichung Mai 2004

2 Jahres-Studie, 24.000 Mitarbeiter befragt, die EAP in Anspruch genommen haben.

Ergebnisse:
  • 70,3% berichten von verbesserter Konzentrationsfähigkeit
  • 67% stellen erhebliche Verbesserung der Arbeitsleistung fest
  • 58% hätten auf Grund der persönlichen Probleme einige Tage am Arbeitsplatz gefehlt, wenn Sie EAP nicht genutzt hätten
  • Die Beziehung zu Kollegen und Vorgesetzten und der allgemeine Gesundheitszustand verbesserten sich

Studie III
Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Quelle: Deutsches Ärzteblatt April 2009). Diese Studie betont die Wichtigkeit des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Ergebnisse:
  • 8,3 Prozent der Fehlzeiten waren 2008 auf psychische Erkrankungen zurück zu führen
  • Seit dem Jahr 1995 sind die Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen um 80% gestiegen
  • Ausfallzeiten bei psychischen Erkrankungen liegen im Durchschnitt bei 22,5 Tagen. Bei einer Atemwegserkrankung fehlt ein Arbeitnehmer durchschnittlich 6,4 Tage
  • „Eine Stärkung der Mitarbeiter beim Umgang mit psychischen Belastungen wie Stress ist eine Investition in die Zukunft eines jeden Einzelnen wie auch des Betriebes“ betont die WIdO-Studie

Björn Engholm, Andrea Gensel, Norbert Basler, Dr. Raimund Mildner
*Zu Gunsten der Lesefreundlichkeit haben wir auf eine Nennung der weiblichen Form verzichtet

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